ReferentInnen

Prof. Dr. Karen van den Berg studierte Kunstwissenschaft, Klassische Archäologie und Nordische Philologie in Saarbrücken und Basel, wo sie 1995 mit einer Dissertation über Matthias Grünewald promovierte. Sie ist seit 2003 Inhaberin des Lehrstuhls für Kunsttheorie und inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität Friedrichshafen und Akademische Sprecherin des Artsprogram der Zeppelin Universität. Zuvor war sie von 1993 bis 2003 Dozentin für Kunstwissenschaft am Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke. Seit 1988 arbeitet sie zudem immer wieder kuratorisch. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Essays. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: künstlerische Produktions- und Handlungsformen, künstlerisches Wissen, Museumsforschung, Theorie des Inszenierens und Ausstellens, Kunst der Gegenwart sowie Museums- und Bildungsarchitekturen.

Jörg Holkenbrink ist Künstlerischer Leiter des Zentrums für Performance Studies der Universität Bremen und des Theaters der Versammlung zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Performative Forschung und Lehre; Wissenskulturen im Dialog; Inszenierungen an den Schnittstellen zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst; Entwicklung von produktionsorientierten Methoden im Umgang mit literarischen, dokumentarischen und theoretischen Texten (Inszenierungstypen, Dramaturgie); Leitung der Aus- und Weiterbildung in Performance Studies an der Universität Bremen sowie der ersten Teilqualifikation für das Fach Darstellendes Spiel im Land Bremen

Prof. Dr. Hans Dieter Huber ist Künstler, Experimentalfilmer, Wissenschaftler. Studium der Malerei und Grafik, sowie der Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie. 1997 bis 1999 Professor HGB Leipzig; seit 1999 Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2007 Senior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. 2009-2015 Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft. 2006-2009 assoziierter Professor am Graduiertenkolleg Bild, Körper, Medium, HfG Karlsruhe. Seit 2013 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des International Institute for Subjective Experience and Research (ISER) an der MSH Medical School Hamburg. Seit 2014 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Adolf-Hölzel-Stiftung, Stuttgart. Seit Ende 2016 stellvertretender Vorsitzender des Württembergischen Kunstvereins.

Dr. Joy Kristin Kalu ist Theaterwissenschaftlerin und Amerikanistin und forscht und lehrt an der Freien Universität Berlin. Neben ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung ist sie theaterpraktisch und kuratorisch tätig. 2007 initiierte sie mit Dennis Loesch und anderen die freitagsküche berlin und seit 2014 betreibt sie mit Stephanie Keitz und RP Kahl das Ausstellungsprojekt Neue Heimat Berlin. Sie arbeitete u.a. am Thalia Theater in Hamburg, der Berliner Volksbühne, der Actors’ Gang in Los Angeles, bei der New Yorker Wooster Group sowie an den Kunst-Werken Berlin. Ihre Dissertation Ästhetik der Wiederholung erschien 2013, zudem ist sie Ko-Autorin von Theater als Intervention. Politiken ästhetischer Praxis (2015). Zurzeit widmet sie sich im Rahmen des Forschungsprojekts „The Aesthetics of Applied Theatre“ unter dem Arbeitstitel Inszenierungen der Therapie in psychologischer und künstlerischer Praxis dem Verhältnis von Theater und Therapie.

Prof. Dr. Lucia Rainer ist Performerin, Forscherin, Dozentin und Autorin. An der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft sind intermediale Kompositionsverfahren das Kennzeichen ihrer generationsübergreifenden und interkulturellen Projekte. Seit dem Wintersemester 2016 ist Lucia Rainer Professorin für Ästhetik in der intermedialen Kunsttherapie an der MSH Hamburg.

Prof. Dr. Andrea Sabisch, Dr. phil. arbeitet seit 2010 als Professorin an der Universität Hamburg im Bereich Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung. Zuvor war sie Vertretungsprofessorin an der Universität Oldenburg und wissenschaftliche Assistentin an der Universität Dortmund. Die Doktorarbeit wurde 2007 veröffentlicht unter Sabisch, Andrea: Inszenierung der Suche. Vom Sichtbarwerden ästhetischer Erfahrung im Tagebuch. Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung. Bielefeld: Transcript 2007. (Theorie Bilden) Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Visuelle Erfahrungen, Visuelle Assoziationen, Relationen zwischen Bild und Sprache,sowie Bild- und Bildungstheorie. Sie ist Gründerin des kunstpädagogischen Forschungskolloquiums in Loccum und Gründungsmitglied und Vorsitzende der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

Anna Seitz ist Dramaturgin, Philosophin und Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin. Sie studierte in Frankfurt am Main und in Zürich. Als Dramaturgin realisierte sie zahlreiche Theater- und Tanzproduktionen im In- und Ausland. Seit 2013 lehrt sie am Zentrum für Performance Studies der Universität Bremen. Aktuell arbeitet sie als Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung an ihrer philosophischen Dissertation zur Performativen Forschung und Performanz in der Forschung.

Prof. Jens Wendland war von 2006- 2015 Professor an der Hochschule Kaiserslautern. Seit 2016 lehrt er an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf.  Er arbeitet mit einem transdisziplinären Team an der Schnittstelle von Architektur, Szenografie und Raumkunst. Das Büro »raumkontor«, das er gemeinsam mit Andrea Weitz leitet, wurde insbesondere für seine raumkünstlerischen Inszenierungen ausgezeichnet. In seinen Texten erkundet er die Zusammenhänge von Gestaltung, Denken und Sprache. Die essayistische Form ist dabei Programm und erlaubt ihm die Einbeziehung überraschender Bezugsfelder und das Arrangement ungewöhnlicher Konstellationen. In seinem Essayband ‚Was wir lieben’ lotet er in Anlehnung an Alain Badiou die Liebe als Bedingung gestalterischer Praxis aus und verbindet dabei Mathematik und Kartoffelpüree, die Feuertänze der Navahos und die zarten Farbflecke Bissiers.